Putin verteidigt in wirrer Rede seinen Angriff auf die Ukraine



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Trotz einer Reihe von Rückschlägen für die russische Armee in der Ukraine hält Russlands Präsident Wladimir Putin acht Monate nach Kriegsbeginn weitere „massive“ Angriffe nach eigenen Worten „derzeit“ nicht für notwendig. Russland mache in der Ukraine „alles, wie es sein muss“.

Das sagte Putin am Freitag nach einem Gipfeltreffen mit Vertretern ehemaliger Sowjetrepubliken in Kasachstan. Und weiter: „Im Moment sind keine massiven Maßnahmen erforderlich, es gibt vorerst andere Ziele, die erreicht werden müssen. Meiner Meinung nach wurden von 29 Zielen sieben nicht so erreicht, wie es das Verteidigungsministerium geplant hatte. Sie beschäftigen sich mit diesen Zielen. Massive Maßnahmen sind nicht nötig. Zumindest jetzt nicht. Was die Zukunft betrifft – werden wir sehen.“

Russland plane zudem keine weitere Mobilisierung von Reservisten über die bislang verkündete Teilmobilisierung hinaus, sagte Putin. In der „vorhersehbaren Zukunft“ sehe er keine Notwendigkeit, weitere Reservisten einzuziehen. Bisher seien 222.000 Reservisten zu den Waffen gerufen worden, in rund zwei Wochen werde die geplante Zahl von 300.000 erreicht sein. Von den Einberufenen seien 16.000 bereits „in kämpfenden Einheiten“. In seiner Rede verteidigte er zudem den Einmarsch in die Ukraine im Februar und verdrehte dabei komplett die Tatsachen. Wäre Russland nicht im Februar in die Ukraine einmarschiert, „wären wir ein bisschen später in der gleichen Lage gewesen, aber die Voraussetzungen wären für uns schlechter gewesen,“ so Putin.
„Die Ukraine zu zerstören war nicht unser Ziel, natürlich nicht. Irgendwann sind sie gekommen und – Sie wissen, auf der Krim leben 2,5 Millionen Menschen, richtig, 2,4. Sie sind gekommen und haben die Wasserzufuhr gekappt. Das Militär musste kommen und die Wasserzufuhr wiederherstellen. Dies ist nur ein Beispiel für die Logik hinter unseren Aktionen. Ohne diese Aktion gäbe es keine anderen Gegenmaßnahmen.”